Den Jahresabschluss richtig vorbereiten

Egal, ob Sie den Jahresabschluss nun selbst erstellen oder ihn durch einen Steuerberater bearbeiten lassen, die folgende Liste gibt Ihnen eine Übersicht darüber, was Sie beachten sollten.

1. Anlagevermögen: Listen Sie  alle Vermögensgegenstände (PC, Laptop, Büroausstattung etc.) auf und prüfen Sie, ob sämtliche Zu- und Abgänge korrekt erfasst wurden. Wenn Sie Ihr Anlagevermögen in e-conomic gebucht haben, stehen die dazugehörigen Rechnungen bereits als PDF zur Verfügung.

So Sie die Rechnungen nicht hochgeladen haben, kopieren Sie die Originale und lassen diese dem Steuerberater zukommen. Eine gute Übersicht erhalten Sie ganz leicht, wenn Sie das entsprechende Kontenblatt in e-conomic aufrufen und bei Bedarf ausdrucken.
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2. Inventur: Erfassen und bewerten Sie alle Vorräte indem Sie diese zählen. Bei produzierenden Unternehmen müssen Sie unterscheiden zwischen halbfertigen und fertigen Vorräten sowie Handelswaren.

Die fertige Inventurliste übergeben Sie dem Steuerberater oder erfassen die Bestandsänderung selbst.

3. Verträge: Kopieren Sie alle im Wirtschaftsjahr neu geschlossenen Verträge für den Steuerberater. (Dienstverträge, Kreditverträge, Versicherungsverträge u.ä.)

4. Fahrtenbuch: Da Fahrtenbücher bei Betriebsprüfungen häufig beanstandet werden, überprüfen Sie das Fahrtenbuch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

5. Forderungen: Sollten Sie Forderungsausfälle erwarten, teilen Sie das bitte Ihrem Steuerberater mit. Mögliche Ausfälle bucht der Steuerberater als Einzel- und Pauschalwertberichtigungen und erfasst diese so im Jahresabschluss. Der Forderungsausfall muss jedoch in seiner Art und Höhe begründet werden.

6. Rechnungsabgrenzungen erfassen: Sind Kosten und/oder Erlöse bereits im augenblicklichen Wirtschaftsjahr bezahlt oder vereinnahmt worden, obwohl die Leistung erst im Folgejahr liegt, müssen diese im laufenden Wirtschaftsjahr abgegrenzt werden. Kosten und Erlöse werden dadurch erst im Folgejahr erfasst.
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7. Rückstellungen:  Verbindlichkeiten, die in ihrer Höhe und im Bestehen ungewiss, aber mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten sind, können Sie gewinnmindernd buchen. Dazu gehören bspw. Pensionen, Steuern, drohende Verluste oder nicht konsumierter Urlaub der Arbeiter und Angestellten.

8. Kontenabstimmung: Stimmen Sie Ihre Konten ab. Dazu zählen unter anderem alle Kunden- und Lieferantenkonten (Saldenbestätigungen einholen), die Lohn- und Gehaltsverbindlichkeitskonten (einschließlich SV und Lohnsteuer usw.), Verrechnungskonten, sowie die Konten „durchlaufende Posten“ und „ungeklärte Posten“.

9. Bankkonten: Der Saldo der Bankkonten, sowie der Kasse muss stimmen. Der Saldo auf dem letzten Kontoauszug muss mit dem Saldo auf dem Kontenblatt am Ende des Wirtschaftsjahres, in der Regel dem 31.12.2014, übereinstimmen. Den Kassenstand gleichen Sie durch Zählung Ihrer Kasse ab.
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10. Umsatzsteuer: Machen Sie eine Umsatzsteuerverprobung (mit e-conomic ganz leicht abzufragen) und stimmen Sie Ihre Umsatzsteuer-Zahlungen mit den Voranmeldungen ab

11. Darlehen: Gleichen Sie Ihren Darlehensstand auf dem Konto in der Fibu mit der Bankbestätigung ab. Zinsen sind in den Kosten zu erfassen. Tilgungen mindern das Darlehen

 

Im zweiten Teil lernen Sie die dazugehörigen Buchungssätze kennen!