Neues in 2020

Ein neues Jahr hat begonnen und das bedeutet unter anderem, dass es Änderungen gibt. Wir haben hier einige steuerliche Neuigkeiten zusammengefasst:

Steigerung der Einkommensgrenzen

Die Einkommensgrenzen steigen dieses Jahr für alle Steuersätze um 1,95 Prozent. Darüber können sich alle Steuerzahler freuen. Es soll der Inflation entgegenwirken, so dass diese nicht von den Steuern aufgezehrt wird.

Steueridentifikationsnummer auch für beschränkt Einkommenspflichtige

In 2020 bekommen auch Arbeitnehmer, die in Deutschland nur einer beschränkten Einkommenssteuerpflicht unterliegen (z.B. Saisonkräfte), laut Jahressteuergesetz 2019 eine Steueridentifikationsnummer. Der Arbeitnehmer kann diese Nummer beim Betriebsstättenfinanzamt des Arbeitgebers beantragen – oder aber diesen bevollmächtigen, es für ihn zu tun.

Erhöhung der Freibeträge

Der Grundfreibetrag (Einkommenssteuer-frei) erhöht sich ab 2020 auf 9.408 Euro.

Steuererklärung bei Kapitaleinkünften

Alle Arbeitnehmer, die Kapitaleinkünfte ohne Steuerabzug erhalten haben, müssen künftig eine Steuererklärung einreichen.

Steuerklassen können mehrfach geändert werden

Ehepartner können laut Bürokratieentlastungsgesetz III künftig unbeschränkt häufig im Jahr eine Änderung der Steuerklasse beantragen. Dies soll verheirateten Steuerzahlern eine größere Flexibilität gewähren, da sich die Voraussetzungen für die Wahl der günstigsten Steuerklasse im Laufe eines Jahres ändern können – etwa, wenn ein Partner stirbt oder den Job verliert.

Steuervorteile für privat genutzte E-Dienstwagen

Wer den E- oder Hybrid-Dienstwagen auch privat nutzt, muss monatlich nicht mehr ein Prozent des Listenpreises versteuern, sondern bis 2030 nur noch 0,5 Prozent. Bei E-Autos, die brutto weniger als 40.000 Euro kosten, sind sogar nur noch 0,25 Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil zu versteuern.

Dienstfahrräder bleiben steuerfrei

Die Überlassung eines Dienstrads durch den Arbeitgeber für den Mitarbeiter bleibt bis 2030 steuerfrei. Diese Steuerbefreiung gilt sowohl für herkömmliche Räder als auch für Pedelecs.

Berufskraftfahrer: Höherer Pauschbetrag

Bislang mussten Berufskraftfahrer Aufwendungen genau aufschlüsseln, die anfielen, wenn sie im Fahrzeug des Arbeitgebers übernachten mussten. Ab 2020 gilt ein Pauschbetrag in Höhe von acht Euro pro Kalendertag. Für den Fall, dass die tatsächlichen Aufwendungen diesen Betrag übersteigen, können diese weiterhin einzeln angesetzt werden.

Lohnsteuerhilfeverein: Höhere Grenzbeträge für weitere Einkünfte lassen

Lohnsteuerhilfevereine dürfen bislang nur Menschen beraten, die Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit beziehen und deren weitere Einkünfte, etwa aus Kapitalerträgen, 13.000 Euro (bei Einzelveranlagung) und 26.000 Euro (bei Zusammenveranlagung) nicht überschreiten. Diese Grenzbeträge werden auf 18.000 beziehungsweise 36.000 Euro erhöht.

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