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Erlöse

Als Erlös bezeichnet man den Gegenwert, den Unternehmen durch den Verkauf von betriebszwecksgebundenen Produkten oder Dienstleistungen erzielen.

Verkauft ein Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung, erhält das Unternehmen eine Gegenleistung. Bei dem Gegenwert ist es nicht relevant, wie der Erlös dem Unternehmen zufließt. Dies können Bargeld-Einzahlungen sein, aber auch offene Forderungen oder Überweisungen. 

Der Begriff Erlös ist mit dem Verkaufspreis gleichzusetzen, da Kosten oder andere Aufwendungen nicht berücksichtigt werden. Sie sind z.B. Einzelhändler eines Bekleidungsgeschäfts und verkaufen Hosen an einen Kunden. In diesem Fall ist es irrelevant, welchen Einkaufspreis oder Gewinn Sie damit erzielen. Der Erlös gibt lediglich den Verkaufspreis an. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom Umsatz; diese Begriffe können hier als Synonyme genutzt werden. 

Die Begriffe Einnahmen, Einzahlungen, Erträge und Erlöse werden in der Buchhaltung voneinander unterschieden:

 

Einzahlung

Von einer Einzahlung spricht man, wenn es sich um eine Erhöhung der liquiden Mittel handelt, also um eine Zunahme des Kassen- oder Bankbestandes. Dies kann z.B. bei einer Privateinlage der Fall sein, wo der Unternehmer Geld aus dem Privatvermögen in das Unternehmensvermögen einzahlt. 

 

Einnahme

Bei einer Einnahme erhöht sich das Geldvermögen eines Unternehmens durch Einzahlungen, Forderungszugängen oder Schuldenabgängen. Das betriebliche Geldvermögen umfasst die liquiden Mittel (Kasse, Bankguthaben, Sichtguthaben), Geldforderungen (z.B. Forderungen gg. Kunden) und Geldverbindlichkeiten (Abgang von Schulden). So ist der Verkauf eines Produkts an einen Kunden auf Rechnung eine Einnahme, da sich damit die Forderung gegenüber des Kunden erhöht.

 

Erträge

Ein Ertrag führt zum Wertzuwachs in einem Unternehmens, da der Ertrag das Eigenkapital des Unternehmens vermehrt. Dabei unterscheidet man genauer noch zwischen Erträgen und Erlösen, die oft als Synonyme verwendet werden. Jedoch beziehen sich Erträge auf das externe Rechnungswesen, während Erlöse für das interne Rechnungswesen genutzt wird.

Erlöse stellen somit bewertete und betriebszwecksbezogene Güterentstehung dar. Erträge dagegen stellen den Wert aller erbrachten Leistungen dar, also auch nicht betriebszwecksbezogene Güterentstehung.  

Beispiel:

  • Sie sind Einzelhändler und verkaufen Jeanshosen; durch den Verkauf von Jeans erzielen Sie Umsatzerlöse. 
  • Erträge sind dagegen nicht betriebszwecksgebunden. So vermietet der Einzelhändler noch Lagerraum und erzielt dabei Mieterträge.

Wir hoffen, dass unser Buchhaltungslexikon Ihnen hilft die Buchhaltung Ihres Unternehmens besser zu verstehen. 

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